Die 221 Kilometer lange Strecke zwischen Lehrte und Berlin ist eine der bedeutenden Ost-West-Verbindungen im deutschen Schienennetz und verbindet die Hauptstadt mit den großen Ballungsräumen im Westen. Täglich verkehren hier mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie rund 90 Güterzüge.
Im Rahmen der Korridorsanierung Lehrte–Berlin wird die Infrastruktur ab Oktober 2026 gebündelt und gewerkeübergreifend erneuert und modernisiert. Dazu gehören umfangreiche Arbeiten an Gleisen und Weichen, Brücken und Durchlässen, Lärmschutzwänden und Weichenheizungen sowie Maßnahmen an Oberleitungsanlagen und der Leit- und Sicherungstechnik. Darüber hinaus werden zahlreiche Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut.
Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauphasen bis Ende 2027. Parallel zur eigentlichen Korridorsanierung werden auf der Ost-West-Achse weitere Großmaßnahmen umgesetzt, darunter die Sanierung der Festen Fahrbahn auf der Schnellfahrstrecke und die Elektrifizierung von Teilen der Lehrter Stammbahn. Damit zählt der Abschnitt zwischen Hannover und Berlin aktuell zu den umfangreichsten gebündelten Infrastrukturmaßnahmen im deutschen Schienennetz.

